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Umsteuern —
gerecht, nachhaltig und solidarisch leben.

Kaufen – anziehen – wegschmeißen.
T-Shirts kosten 2,50 Euro. Mit den Kampfpreisen wird der Druck auf die global konkurrierenden Modeunternehmen erhöht, noch billiger zu produzieren. Die Preisspirale dreht sich weiter nach unten mit katastrophalen Folgen.
Den wahren Preis zahlen die Näherinnen wie z. B. in Bangladesch, wo nach Fabrikeinstürzen tausende von Menschen mit dem Leben bezahlten.
Der Preiskampf verändert unser Konsumverhalten: Produkte werden immer mehr zur Billigware, die nach kurzem Gebrauch weggeschmissen wird.


Wir müssen umsteuern für eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft hier und weltweit. Umsteuern bedeutet Richtung geben, es geht um das Erkennen von sozialen, ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen, unbegrenztes Wachstum kann nicht das Ziel sein. Vielmehr geht es darum, dass alle Menschen hier und weltweit gut leben können. Dafür genügt es nicht, aus dem Überfluss zu geben, den unsere Welt reichlich produziert. Dazu müssen sich vor allem die Lebensweisen, die Modelle von Produktion und Konsum und die verfestigten Machtstrukturen ändern, die heute die Gesellschaft beherrschen, so Papst Benedikt XVI.

Nachhaltig leben und arbeiten. Viele Beispiele zeigen, dass es möglich ist: Unterstützung des fairen Handels, nachhaltige und fair produzierte Lebensmittel, Kleidung und Produkte. Beim Fairen Fest will die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) einen weiteren Akzent in Richtung nachhaltig leben und arbeiten setzen und das größte Sinnpuzzle der Welt zusammenlegen.

Lucia Schneiders-Adams,
KAB-Diözesenverband Köln

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